Was ist MDM?

Eine MDM-Software (Kurzform hier für „Master Data Management“) verwaltet Daten einer fachlichen Domäne. So ist beispielsweise ein CRM-System (Customer Relationship Management) genau genommen ein MDM-System für den Bereich der Kundendaten und ein PIM-System (Product Information Management) ein MDM-System für Produktdaten.
 

Der Unterschied zwischen Multi-Domain und Single-Domain MDM

 
Wenn man heute über MDM-Systeme spricht, meint man damit in der Regel ein sog. „Multi-Domain Master Data Management“. Im Gegensatz zu den oben vorgestellten Single-Domain Master Data Management Systemen verwaltet es die Daten aus mehreren, bestenfalls aus allen unternehmensrelevanten Fachbereichen. So speichert ein solches MDM-System zum Beispiel Daten über Kunden, Kundengruppen, Filialen, Aufträge, Mitarbeiter, Produkte und Lieferanten. Dabei geht es nicht darum, zukünftig nur noch ein Softwaresystem im Unternehmen für alle Geschäftsprozesse zu haben, denn ein MDM ist nur Datenspeicher und hat in der Regel wenig bis keine domänenspezifischen, fachlichen Funktionen. So kann es nicht automatisch aus einem Angebot eine Rechnung erzeugen oder die Produktdaten nach eCl@ss klassifizieren. Diese Aufgaben führen weiterhin die entsprechenden Fachsysteme aus, die Ihre Daten, oder zumindest ein Abstrakt Ihrer Daten, in das MDM-System spiegeln.
 


Was ist der Nutzen eines Multi Domain MDM-Systems?

 
Ohne MDM-System liegen die fachlichen Daten in ihren entsprechenden Applikationen oder vielleicht sogar einfach in MS Excel-Tabellen und eine ganzheitliche Sicht auf Kunden oder Produkte ist nicht oder nur mit viel Aufwand möglich. Das Hauptziel eines Multi-Domain Master Data Management Systems ist es, diese heterogenen Datensilos aufzubrechen, zu vereinen und miteinander in Beziehung zu setzen. Durch die Verknüpfung dieser Objekte miteinander erhält der Nutzer eine Art 360°-Sicht z. B. auf seine Kunden und seine Produkte aus der hochwertige Unternehmensentscheidungen abgeleitet werden können.

Beispiele für den Einsatz von MDM
Im Folgenden ein paar typische Beispiele, welche Objekte in ein MDM-System eingebunden werden und welche Verbindungen zu den Produktdaten hierdurch entstehen können:

  • Kunden bzw. Kundengruppen und die Eignung der Produkte für diese mit ggf. individualisierten Produktinformationen
  • Filialen mit Regalen und Stellplätzen mit der Zuordnung der Produkte und damit dem Verwendungsnachweis, wo und wie ein Produkt verkauft wird
  • Lager mit den Bestandsdaten der Produkte
  • Komponenten, Rezepturen oder Stücklisten von Produkten
  • Lieferanten und deren Beziehung zu den Produkten inkl. der Hilfestellung bei der Bildung eines Golden Record
  • Aufträge und damit der monetäre Erfolg der Produkte
  • Webshops und die Produktbewertungen sowie SEO-Kennzahlen der Produkte

Aus diesen Daten lässt sich dann eine 360°-Produktsicht darstellen, die jedem Mitarbeiter im Unternehmen (und nicht nur ausgebildeten Data Scientists) eine Bewertung des Produktes und davon abgeleitet qualitativ hochwertige Entscheidungen über dieses Produkt ermöglichen. Ein ähnliches Beispiel ließe sich auch z. B. für eine 360°-Kunden und -Lieferantensicht aufbauen, die ebenfalls viele Schlüsse über das entsprechende Geschäftsobjekt ermöglichen.

Weitere Vorteile im Überblick:
  • 360° Produkt- und Kundensicht
  • Hochwertige Unternehmensentscheidungen
  • Reduzierte Mehrfachpflege von Objekten dank systemübergreifendem Abgleich im MDM
  • Zeitersparnis: Einsparung von Pflegeaufwänden und Reduzierung der Time-to-Market
  • Verbesserung der Datenqualität durch Zentralisierung der unternehmensweiten Data Governance
  • Schnellere Reaktion z. B. auf Marktveränderung
  • Abteilungsübergreifende Synchronisierung der Stammdaten
 
 

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